Strapse – zunächst verrufen, dann heiß begehrt
Immer mehr Frauen entdecken für sich das aufregende Gefühl, sie zu ihren alltäglichen Dessous zu tragen. Ob als kleines prickelndes Geheimnis tagsüber oder als groß angelegte Verführungsarie am Abend, Strapse sind ein
unverzichtbarer Bestandteil der Reizwäsche! Kenner wussten dies schon immer und sorgten dafür, dass sie bis in unsere moderne Zeiten überdauerten. Fotobände huldigen den erotischen Strumpfhaltern, und in so manch einer verführerischen Filmszene haben Strapse ihren großen Auftritt. Wer denkt hier nicht an Marlene Dietrich als „Lola“ in „Der blaue Engel“ oder an Sophia Loren, die in „Gestern, heute und morgen“ Marcello Mastroianni durch einen heißen Strip inklusive gekonntes Abstreifen ihrer Strapsstrümpfe verführt. Ob sie nun an Corsage, Torselett oder Korsett befestigt sind, an Body, Hüfthalter oder Slip oder als sogenannter Strapsgürtel als eigenständiges Dessous daherkommen – an Strapsen befestigte Strapsstrümpfe sind in jeder Form ein Augenschmaus, der Lust auf mehr macht. Kein Wunder, dass Strapse als das verführerischste Kleidungsstück gelten!
Dabei waren die sexy Strumpfhalter noch vor wenigen Jahren verrufen, wurden von Feministinnen verteufelt und konnten von Männern nur heimlich begehrt werden. Dass die eigene Ehefrau im Alltag ganz selbstbewusst Strapse zu ihrer Reizwäsche trägt – undenkbar wäre das gewesen! Mittlerweile gibt es die verführerischen Teile nicht mehr nur im leicht schmuddeligen Erotikgeschäft in der nächsten Großstadt, in das sich Frauen nicht gern hinein begeben, vielmehr bekommt man sie in jedem Fachgeschäft für Dessous, in der Unterwäscheabteilung der Kaufhäuser und bei Filialisten wie H&M oder C&A, wo sie ganz offen präsentiert werden. Eine noch größere Auswahl bieten Spezialhändler im Internet, wo sich Reizwäsche aller Art bequem und diskret bestellen lässt.
Der Straps hat sich mittlerweile seinen Platz auch außerhalb des Fetischbereichs (zurück) erobert. Getragen wird er heutzutage meist zu besonderen Anlässen, beispielsweise im Rahmen von Abendgesellschaften, die eine große Garderobe verlangen. Funktional begründet wird dies mit der Tatsache, dass Frauen unter Abendkleidern in Strumpfhosen beim Tanzen allzu sehr ins Schwitzen kommen würden – immerhin bestehen Abendkleider aus mehreren Stoffschichten samt Unterrock. Schnell kann sich da ein Wärmestau bilden. Hier kämen den Strapsen also auch gesundheitliche Vorteile zu. Zudem kann ein halterloser Strumpf in bestimmten bewegungsreichen Situationen wie beispielsweise beim Tanz trotz Silikonband ins Rutschen geraten – eine Peinlichkeit, die man sich auf dem Parkett ersparen möchte! Im Fokus steht aber natürlich die Optik beim späteren Entkleiden: Wenn auch die Variante, bei der Strapsstrümpfe zum kurzen Rock bzw. hoch geschlitzten Kleid getragen werden, optisch sehr reizvoll ist, ist die Überraschung umso größer, wenn Frau sie zunächst unter ihren Jeans verbirgt. Nur sie weiß, was sie trägt, was ihr ein Gefühl von Selbstbewusstsein, ja: Macht verleiht. Nicht uninteressant sind Strapse als Teil der Reizwäsche auch im Rahmen einer erotischen Fotosession für den Partner – ein ganz besonderes Geschenk.
Frauenbeine wirken nie so schön wie in den Momenten, wo sie in Strapse verpackt sind. Sind die seidigen Strümpfe das Make-up fürs Bein, so ist der Straps das i-Tüpfelchen der verführerischen Dessous.